Termine  

Sitzungstermine des Gemeiderats und der Ausschüsse sind dem Bürgerinformationssystem der Gemeinde zu entnehmen - wenn auch  nicht immer rechtzeitig. Dazu die Tagesordnungen und Unterlagen - allerdings erst 5 Tage vorher. Die Termine vieler weiterer Veranstaltungen finden Sie im  Veranstaltungskalender der Gemeinde.

 

 

   

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Nachbarschaftsverband: bisherige Flächenpolitik „aus dem vergangenen Jahrtausend“ / 09.05.13

Im Amtsblatt vom 2. Mai war der „offizielle“, aber erwartungsgemäß unvollständige Bericht zum „Workshop Süd“ des Nachbarschaftsverbands Karlsruhe (NVK) zu lesen. An diesem Abend wurden zu von den Einzelkommunen (auch Waldbronn) vorgeschlagenen künftigen Gewerbeflächen unterschiedliche Planungsmodelle des NVK öffentlich präsentiert und erörtert:

Einerseits ein „lokaler Ansatz“ nach althergebrachtem Schema, bei dem die einzelnen Gemeinden wie bisher ihren vermeintlichen Flächenbedarf vor Ort ausweisen.

Andererseits eine sogenannte „Pool-Lösung“, bei der in einem größeren interkommunalen Gewerbegebiet eine Zusammenlegung für mehrere Gemeinden erfolgt. Gerade diese Variante wurde angeregt diskutiert. Einigkeit bestand darüber, dass interkommunale Gewerbegebiete zwar einen intensiveren Planungsprozess erfordern, dass aber auf Grund der unübersehbaren Vorteile ganz eindeutig bei den Verantwortlichen (u.a. bei BM Knodel aus Karlsbad) eine große Bereitschaft vorhanden ist, derlei Konzepte gemeinsam anzugehen, denn

  • ruinöse Konkurrenz der Kommunen untereinander wird verhindert
  • an optimalen Standorten entstehen marktgerechte Flächenangebote
  • Flächen-.und Landschaftsverbrauch wird reduziert, Verkehrsbelastung verringert
  • Konfliktpotential zwischen Wohnen und Gewerbe wird entschärft

Was das Amtsblatt ebenso verschwieg: Die Leiterin der Planungsstelle des NVK,  Frau Dederer, wies darauf hin, dass in der Vergangenheit von den einzelnen Gemeinden zu viele Gewerbegebiete auf Verdacht erschlossen wurden, die bis heute jedoch ungenutzt sind. Dieses Kirchturmdenken bezeichnete sie wörtlich als Flächenpolitik „aus dem vergangenen Jahrtausend“.

Unsere Verwaltung weigert sich jedoch hartnäckig, dies und andere Fakten zur Kenntnis zu nehmen: z.B. führt sie immer noch die lediglich rein rechnerisch erstellten Prognosen der Gewerbeflächenstudie ins Feld.Die Fa. CIMA  hingegen erklärt ausdrücklich, dass siefür konkrete Planungen ungeeignet ist. Ihre Autoren fordern vielmehr, dass alle Faktoren berücksichtigt werden: „eine realistische Bewertung des Nachfragepotentials, die Verfügbarkeit auch von kleineren Flächen und Innenentwicklungspotentialen sowie Optionen für interkommunale Gewerbegebiete“.   

Zunächst muss also das Ergebnis des Gemeindlichen Entwicklungskonzepts abgewartet werden, so seltsam (= ohne planerische Fachkompetenz und ohne angemessene Bürgerbeteiligung) es auch nach dem Willen des Rathaus zustande kommen soll. Auf dessen Basis muss die große Chance genutzt werden, im Interesse aller Waldbronner gemeinsam mit dem NVK eine zeitgemäße, d.h. nachhaltige und zukunftssichere Flächenpolitik „aus diesem Jahrtausend“ zu konzipieren.

Mehr Informationen zum NVK und seinen öffentlichen Workshops des finden Sie unter www.nachbarschaftsverband-karlsruhe.de,

   
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