Termine  

Sitzungstermine des Gemeiderats und der Ausschüsse sind dem Bürgerinformationssystem der Gemeinde zu entnehmen - wenn auch  nicht immer rechtzeitig. Dazu die Tagesordnungen und Unterlagen - allerdings erst 5 Tage vorher. Die Termine vieler weiterer Veranstaltungen finden Sie im  Veranstaltungskalender der Gemeinde.

 

 

   

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Bedarf auf unabsehbare Zeit gedeckt

(24.7.16) Ein Blick in den Vorentwurf zum Flächennutzungsplan (FNP) 2030 "Wohnen" (Tabelle Seite 13) genügt: entgegen den Behauptungen des aufs Erschließen und Bauen so versessenen Bürgermeisters gibt es nicht nur regionale, sondern sehr wohl auch gemeindebezogene Analysen der Flächenbedarfe.

An Wohnbauflächen ausgewiesen hatte Waldbronn demnach bisher schon stolze 31 ha (wobei Mischflächen nur zu 50% gewertet werden!). Tatsächlich benötigt werden bis weit über 2030 hinaus allerdings nur ca. 8 ha. Und mit der Erschließung von Rück II ist mittlerweile auch dieser Bedarf auf unabsehbare Zeit gedeckt. Die Nutzungsintensivierung im Bestand durch den in Waldbronn so massiven Generationenwechsel in den Baugebieten aus den 60er- bis 80er Jahren ist dabei noch gar nicht berücksichtigt. Schwarz auf weiß belegen die Analysen also stattliche ca. 23 ha (!) zwar ausgewiesener, aber bis in ferne Zukunft gar nicht benötigter Flächenreserven.

Genau darum konnten sich unsere Entscheidungsträger auch so heuchlerisch das Deckmäntelchen der besonnenen Umweltschützer überstreifen und leitbildgemäß „keine neuen Flächen in die Planung einbringen“.

Dass es auch ganz anders hätte kommen können wissen sie alle aus ihren nichtöffentlichen Beratungen nur zu genau: Der FNP hat sich den Vorgaben der Raumordnung unterzuordnen. Die sagt für Waldbronn: „die Ausweisung von Bauflächen ist für den aus der Eigenentwicklung und den aus Wanderungsgewinnen sich ergebenden Bedarf vorzusehen“. Eigentlich hätten sie also massiv zusammengestrichen werden müssen. 

Vor allem Karlsruhe könnte das verhindert haben. Die Profis dort können rechnen und lachen sich wahrscheinlich ins Fäustchen, wenn sie von Fachkräften und Konsumausgaben profitieren, während die Umlandgemeinden die Kosten dafür tragen. Denn da  glauben viele Amateure bis heute an das Märchen, dass ihre maßlosen Begehrlichkeiten durch immer neue Erschließungen finanzieren werden könnten. Sie ignorieren konsequent, dass der enorme Anpassungsbedarf z.B. für Verwaltung, kommunale Dienste, technische und vor allem soziale Infrastruktur nachweislich und dauerhaft ihre Haushalte ruiniert – siehe Paradebeispiel Waldbronn. Auch dessen ganz anders lautendes Leitbild ändert daran bisher offensichtlich nichts...

   
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